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Die Freie Welt“ wählt den „Blogger des Jahres 2009″. Ich freue mich, dass ich es unter die Top 6 ins Finale geschafft habe! Wer mitstimmen möchte, kann das hier tun.

Natürlich würde ich mich über Ihre Stimme freuen: Wie schon der österreichische Kanzler Bruno Kreisky gesagt hat:

„Ich verkenne nicht das Pathos, das in einer großen Niederlage steckt, aber gewinnen tu’ ich lieber!“

Von Jahr zu Jahr verlassen immer mehr Deutsche ihr Land. „Wir bluten aus“, warnt Migrationsforscher Klaus Bade vor der „migratorisch suizidalen Situation“. Wolfram Weiner über den Brain Drain der größten Auswanderungswelle in der deutschen Geschichte:

Während unser Sozialstaat hunderttausende Unqualifizierter aus den Randzonen Europas anzieht, fühlen sich die jungen Vertreter des Leistungsmittelstands hierzulande immer fremder. Der Handwerksmeister, der in Australien nicht vom Bürokratenstaat bedrängt wird, der Arzt, der in Norwegen nicht zum Krankenhausbeamten degradiert wird, der Wissenschaftler, der in den USA bessere Forschungsbedingungen hat, die Hotelfachfrau, die in der Schweiz das Doppelte verdient aber weniger Steuern zahlt, der Bauingenieur, der in Arabien oder China sein Können vergoldet bekommt – die Motive wechseln. Aber eines eint sie alle: Anderswo geht es ihnen besser als daheim.

Dr. Wolfram Weiner, Die Achse des Guten

Im Zuge des Klimagipfels von Kopenhagen überschlagen sich Medien und Politik mit düsteren Prophezeiungen über den drohenden Weltuntergang, wenn wir nicht sofort die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt stoppen. Was aber, wenn es diesen Treibhauseffekt gar nicht gibt?

Die gesamte Menge des anthropogenen, also vom Menschen verursachten, CO2 macht ungefähr 1-3% des gesamten freigesetzten CO2 auf dem Planeten aus, der Rest kommt aus der Natur. Dieses Volumen hat an der reinen Atmosphäre einen Anteil von 0,001 bis 0,002 Prozent. Kleine Menge, große Wirkung: Die Eisbären sterben aus, Küstenabschnitte und Länder verschwinden, Völker sind auf der Flucht, Millionen sterben an Hunger und Naturkatastrophen. Das ist unsere Zukunft, wenn es uns nicht gelingt, diesen winzigen Anteil in den nächsten Jahren drastisch zu reduzieren. Es geht um nichts weniger als ums Überleben der Menschheit.

So zumindest sehen es Medien und Politiker, die uns seit Jahren das Lied vom Klimawandel spielen. Angefeuert werden die Propheten des Untergangs von Klimawissenschaftern, die im globalen Wettlauf um Milliardenbudgets immer drastischere Schreckensszenarien an die Wand malen.

Was in der Öffentlichkeit als gesicherte Erkenntnis präsentiert wird, ist unter Experten höchst umstritten. Die Kernthese der als „Klimaleugner“ verunglimpften Wissenschafter lautet, dass Klimaschwankungen ganz natürlich und vor allem von Sonnenaktivität und Bewölkung abhängig seien.

In der Tat passen die Fakten so gar nicht ins Bild der drohenden Klimakatastrophe von Menschenhand. Im Laufe der Erdgeschichte haben sich kalte und warme Zeiten immer wieder abgewechselt, ohne dass ein ursächlicher Zusammenhang zum CO2 Gehalt in der Atmosphäre festgestellt werden könnte. Das CO2-Modell stimmt mit den realen Daten nicht überein. Diese legen vielmehr den Schluss nahe, der Anstieg von CO2 sei eine Folge wärmeren Klimas, nicht dessen Ursache. Der Mensch kommt als Auslöser der bisherigen Klimaschwankungen jedenfalls nicht in Betracht.

Obwohl damals kaum 400 Millionen Menschen die Erde bevölkerten, war es von 800 bis 1300 durchschnittlich 1,5 Grad wärmer als jetzt. Diese Zeit wird von Forschern ohne jede Ironie „mittelalterliches Klimaoptimum“ genannt. Im Rheinland wuchsen Feigen und Oliven, Grönland war über weite Strecken eisfrei, in England wurde erfolgreich Wein angebaut. Während der darauf folgenden Kaltzeit bis 1700 war es ungefähr ein Grad kälter als heute, die Folge waren Ernteausfälle und Hungersnöte. Zwischen 1500 und 1700 wurde es bei uns in vielen Sommern kaum wärmer als 15 Grad, Schneefall im August war keine Seltenheit. Der CO2 Gehalt änderte sich trotzdem kaum.

Außerdem kann keines der gängigen Klimamodelle erklären, warum es seit 10 Jahren nicht mehr wärmer wird, obwohl der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in dieser Dekade anstieg. Dahingegen wird immer deutlicher, dass Klimaforschung mehr mit Propaganda als mit Forschung zu tun hat. Im Zuge der ClimateGate Affäre kam ans Licht, wie ein weltweit führendes Klimainstitut, auf dessen Datenmaterial ein Großteil der einschlägigen Forschung beruht, Daten frisierte, abweichende Forschungsergebnisse unterdrückte und Wissenschafter mobbte. Dazu kommt, dass wesentliche Messdaten über die Temperaturentwicklung der letzten 150 Jahre von der Climatic Research Unit vernichtet worden sind und nicht mehr überprüft werden können. Direktor Phil Jones musste mittlerweile zurücktreten.

Die Theorie vom Treibhauseffekt war von Anfang an höchst umstritten. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit tobt seit Jahren ein heftiger Streit unter Physikern, Mathematikern und Meteorologen. Die gängige CO2-Erwärmungslehre beruht auf der Hypothese eines „natürlichen Treibhauseffekts“, auf den zusätzlich ein menschengemachter aufsetzen soll. Viele renommierte Naturwissenschafter halten diese Hypothese für blanken Unfug, weil sie elementaren physikalischen Gesetzen widerspricht.

In jahrelanger Arbeit hat Klaus Ermecke von KE Research die wissenschaftliche Kritik an der Theorie vom Treibhauseffekt zusammengefasst. Die entscheidende Frage ist für ihn:

„Erhöht ein Anstieg der CO2–Konzentration die Temperaturen auf der Erde oder nicht? Das ist allein eine Frage an die Physik und nicht an die Gesinnung. Gäbe es einen solchen Einfluss nicht, dann wären alle darauf basierenden Klima-Modellrechnungen falsch, die „Klimafolgen“ folglich Makulatur, und alle kostenträchtigen „Rettungspläne“ reiner Unsinn.“

Die Ergebnisse könnten eindeutiger nicht sein:

„Die Erde hat ein „Kühlsystem“ – es strahlt ständig Wärme ins Weltall ab. Jeder Anstieg der Erdtemperaturen erhöht automatisch diese Abstrahlung. Die Kühlleistung steigt. „Erderwärmung“ (allgemeiner Anstieg der Temperaturen) ist nur möglich, wenn die resultierende zusätzliche Kühlung durch eine erhöhte Heizleistung ausgeglichen wird. Um „Erderwärmung“ zu bewirken, müsste CO2 also die Zufuhr von Heizenergie zum Erdboden verstärken. Das aber kann es nicht. CO2 kann daher keine „Erderwärmung“ herbeiführen. IR-aktive Gase („Treibhausgase“) kühlen die Erde. Der „Natürliche Treibhauseffekt“ (also die Erwärmung) ist ein Mythos. Klimaschwankungen gab und gibt es, aber ihre Ursachen liegen nicht im CO2-Gehalt der Luft. Entscheidender Einflussfaktor neben der Sonne ist die schwankende Wolkenbedeckung.“

Die höchst lesenswerte Studie richtet sich in erster Linie an Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Ihr großes Verdienst ist es, die wissenschaftliche Kritik an der Treibhaustheorie für den Laien gut verständlich und kompakt darzustellen. Der Vorwurf, dass Ermecke selbst kein Naturwissenschafter sei, geht ins Leere. Ich habe einige der zitierten Wissenschafter um einen Kommentar zur Studie gebeten: Ermeckes Ausführungen wurden unisono bestätigt. Die in E-Mails und übermittelten Unterlagen getätigten Aussagen lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Einige Ausschnitte möchte ich in der Folge zitieren:

PD Dr. habil. Ralph Dlugi, Dipl.-Phys., Ludwig-Maximilians-Universität München: „Das alles stellt Herr Ermecke richtig dar. Bedeutsam ist ferner, dass die Forscher, die eine Klimadiagnostik betreiben, dies genauso sehen und publizieren. … Hier wird darauf verwiesen, dass das Aufheizen im Solarbereich in Zukunft das Klima verändert und dass dies im Gegensatz zu der bisherigen Darstellung des IPCC steht. Wir haben also einen beginnenden Meinungsumschwung auch bei „Leading Authors“ des IPCC.“

Prof. Dr. Gerhard Gerlich, Institut für Mathematische Physik, Technische Universität Braunschweig: „Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die hier dargestellten Schwierigkeiten mit der Aussagekraft aller globalen Klimamodelle den so genannten „Klimawissenschaftlern“ bekannt sind. Als die „Klimawissenschaftler“ von den Politikern (IPCC) die Aufgabe übernahmen, mit Modellen die Klimaänderungen zu berechnen, die durch die Veränderung der Konzentration des Kohlendioxid verursacht wurden, haben diese Leute sehr bewusst gelogen und die Öffentlichkeit betrogen, da sie genau wussten, dass nie realitätsnahe numerische „Rechnungen“ möglich sind und sein werden. Deshalb werden die „Ergebnisse“ wie vom Delphischen Orakel verkündet, wodurch die modernen globalen „Klimawissenschaftler“ nur schwer von Astrologen zu unterscheiden sind. Die Grundlagen teurer politischer Maßnahmen sollten endlich wieder wirklich gemessene Größen sein und nicht vermutete oder aus schlechten Modellvorstellungen geschätzte und hochgerechnete Zahlen (Szenarien).“

Dr. Ralf Tscheuschner, Dipl.-Phys., Hamburg: „Klaus Ermeckes’s Papier ist korrekt. Unter Physikern und Meteorologen ist wohlbekannt, dass es einen Treibhauseffekt nicht gibt, selbst unter denen, die entsprechende Forschungsmittel beantragen. Es handelt sich also um einen professionellen Betrug.“

Prof. Dr. Gerhard Kramm, Dipl.-Phys., University of Alaska, Fairbanks, AK, USA: „Ich halte die Ermeckesche Arbeit für verdienstvoll und vom wissenschaftlichen Niveau zumindest für den angesprochenen Personenkreis recht brauchbar. … Zur Vereinbarkeit des sog. Treibhauseffekts mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik gibt es ja einen großen Streit. Alles was bisher gegen die Argumente von Gerlich und Tscheuschner angeführt wurde, hält keiner Prüfung stand.“ Und an anderer Stelle: „Festzuhalten ist, dass bis heute weder ein theoretischer noch ein empirischer Beleg für die Wahrheit der „anthropogenic global warming“-Hypothese existiert. Aber es existiert wohl keine andere naturwissenschaftliche Disziplin, in der physikalische Gesetzmäßigkeiten seit vielen Jahren mit Füßen getrampelt werden. Die Klimaforschung ist zur Hure der Politik verkommen. Auf dieses hingewiesen zu haben, hat sehr viel mit Verantwortung zu tun.“

Dr. William Gray, Emeritus Professor of Atmospheric Science at Colorado State University (CSU): „The recent ‘ClimateGate’ revelations coming out of the UK University of East Anglia are but the tip of a giant iceberg of a well organized international climate warming conspiracy that has been gathering momentum for the last 25 years. This conspiracy would become much more manifest if all the e-mails of the publically funded climate research groups of the US and of foreign governments were ever made public.“

Ob ClimateGate, die Ermecke-Studie oder die aufrüttelnde Anklage von Professor Gray: Der Verdacht erhärtet sich, dass es sich beim vom Menschen verursachten Klimawandel um den größten Wissenschaftsschwindel aller Zeiten handelt.

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern ist zweifellos sinnvoll, schon allein aus geostrategischen Gründen. Auch der Schutz der Umwelt steht zu Recht auf der Agenda jeder Partei. Die Erzeugung einer weltweiten Massenhysterie und die sorglose Verschwendung von Milliarden Steuergeldern rechtfertigen diese Anliegen jedoch nicht.

„Es gibt viele gute (und schlechte!) Gründe, noch sparsamere Kraftwerke, Heizungen und Motoren zu bauen. CO2 ist keiner davon.“, schreibt Klaus Ermecke. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass die globale Erwärmung selbst die Eisbären kalt lässt: die haben sich nämlich in den 40 warmen Jahren des vorigen Jahrhunderts gänzlich unbeeindruckt von 5.000 auf 25.000 vermehrt.

Weiterführende Dokumente und Links:

Klaus Ermecke, KE-Research: Rettung vor den Klimarettern (pdf)

Prof. Dr. Gerhard Gerlich: Der Betrug mit dem Globalklima: Widerlegung der atmosphärischen Kohlendioxid-Treibhauseffekte der Erde (pdf)

Gerhard Kramm, Ralph Dlugi, Michael Zelger: Comments on the „Proof of the atmospheric greenhouse effect“ by Arthur P. Smith (pdf)

Horst Malberg, Univ-Prof. a.D. für Meteorologie und Klimatologie, Freie Univ. Berlin: Die unruhige Sonne und der Klimawandel (pdf)

Dr. William Gray: Puncturing the Climate Balloon

Europäisches Institut für Klima und Energie: Climategate Update: Die „Wissenschaft“ der globalen Erwärmung: Diese zugespielten Dokumente enthüllen den größten wissenschaftlichen Skandal unserer Zeit – und eine Tragödie

Europäisches Institut für Klima und Energie: Zweite internationale Klimakonferenz Berlin: Wissenschaftler finden keinen Beleg für eine Klimakatastrophe, IPCC Modellprojektionen lassen sich in der Wirklichkeit nicht finden!

Christian Bartsch, FAZ: Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels

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The following commentary is from Atmospheric Scientist and Hurricane forecasting specialist Dr. William Gray. Gray is the renowned hurricane forecaster and Emeritus Professor of Atmospheric Science at Colorado State University (CSU).

Had I not devoted my entire career of over half-a-century to the study and forecasting of meteorological and climate events I would have likely been concerned over the possibility of humans causing serious global climate degradation.

There has been an unrelenting quarter century of one-sided indoctrination of the western world by the media and by various scientists and governments concerning a coming carbon dioxide (CO_2 ) induced global warming disaster. These warming scenarios have been orchestrated by a combination of environmentalists, vested interest scientists wanting larger federal grants and publicity, the media which profits from doomsday scenario reporting, governmental bureaucrats who want more power over our lives, and socialists who want to level-out global living standards. These many alarmist groups appear to have little concern over whether their global warming prognostications are accurate, however. And they most certainly are not. The alarmists believe they will be able to scare enough of our citizens into believing their propaganda that the public will be willing to follow their advice on future energy usage and agree to a lowering of their standard of living in the name of climate salvation.

Rising levels of CO_2 are not near the threat these alarmists have portrayed them to be. There has yet to be a honest and broad scientific debate on the basic science of CO_2 ’s influence on global temperature. The global climate models predicting large amounts of global warming for a doubling of CO_2 are badly flawed. They should never have been used to establish government climate policy.

The last century’s global warming of about 1 degree F is not a consequence of human activities. This warming is primarily the result of a multi-century changes in the globe’s deep ocean circulation. These ocean current changes have lead to a small and gradual increase in the globe’s temperature. We are coming out of the Little Ice Age and into a generally warmer climate state. This is akin to the warmer global climate of the Medieval Period. We can do nothing but adapt to such long period natural temperature changes.

The recent ‘ClimateGate’ revelations coming out of the UK University of East Anglia are but the tip of a giant iceberg of a well organized international climate warming conspiracy that has been gathering momentum for the last 25 years. This conspiracy would become much more manifest if all the e-mails of the publically funded climate research groups of the US and of foreign governments were ever made public.

The disastrous economic consequences of restricting CO_2 emissions from the present by as much as 20 percent by 2020 and 80 percent by 2050 (as being proposed in Copenhagen) have yet to be digested by the general public. Such CO_2 output decreases would cause very large increases in our energy costs, a lowering of our standard of living, and do nothing of significance to improve our climate.

The Cap-and-Trade bill presently before Congress, the likely climate agreements coming out of the Copenhagen Conference, and the EPA’s just announced decision to treat CO_2 as a pollutant represents a grave threat to the industrial world’s continued economic development. We should not allow these proposals to restrict our economic growth. Any United Nations climate bill our country might sign would act as an infringement on our country’s sovereignty.

Bill Gray, December 8, 2009

Nirgendwo wurden das Rauschen im Bätterwald nach der Schweizer Abstimmung über das Minarettverbot umfassender dokumentiert als auf der Achse des Guten. Aus der Fülle an Kommentaren seien an dieser Stelle ein paar hervorgehoben, die man unbedingt  gelesen haben sollte.

Gegen diese Art von Islamisierung hat die Mehrheit der Votanten ein Zeichen gesetzt. Diese Mehrheit hat begriffen, was jeder Muslim weiß: Minarette sind kein bloßer Bauschmuck, sondern politische Symbole, sie verkörpern einen Machtanspruch. Sie dienen daher keineswegs dem Religionsfrieden, den die Schweizer auf alle Fälle wahren wollen. Es gibt ja schon fast 400 Moscheen in der Schweiz. In denen kann zu Allah gebetet werden: friedlich, frei und ohne Minarett. Nicht von ungefähr haben auch einige assimilierte Schweizer Muslime ihren Landsleuten empfohlen, für das Minarettverbot zu stimmen, um den Einfluss der Fundamentalisten zu stoppen.

Burkhard Müller-Ulrich, Biedermänner und Brandstifter

In der Schweiz herrscht große Skepsis gegenüber dem Islam und vor allem gegenüber dem Integrationswillen der schnell wachsenden muslimischen Minderheit, die innerhalb weniger Jahre auf rund 400 000 Personen anschwoll. Die Schweiz ist stolz auf ihre säkulare Tradition. Noch bis 1973 gab es ein Jesuitenverbot, da man hinter dem Orden katholischen Fanatismus und Illoyalität zum Vaterland vermutete. Es ist nachvollziehbar und vernünftig, dass die Schweizer hellhörig bis kritisch werden, wenn sie sich mit einer Religion konfrontiert sehen, die im Unterschied zum Christentum ihren weltlichen Herrschaftsanspruch noch immer geltend macht. Das Minarett wurde als Ausdruck des politischen Islam bekämpft und als Markierung, mit der sich die Muslime von der säkularen Schweizer Leitkultur Richtung Parallelgesellschaft abgrenzen wollen. Ungeachtet dessen: Die Ausübung ihrer Religion bleibt den Muslimen weiterhin unbenommen. Von einer Einschränkung der Glaubensfreiheit kann keine Rede sein.

Roger Koeppel, Das Gespenst Demokratie

Wir dürfen gegen den gesellschaftlichen Herrschaftsanspruch der katholischen Kirche sein. Wir dürfen die Pius-Brüder Klerikalfaschisten nennen. Wir dürfen die bigotten Evangelikalen bekämpfen. Wir dürfen die säkulare Gesellschaft verteidigen gegen die Rückeroberung durch die christliche Religion. Und gegen den Islam sollen wir nichts sagen dürfen?

Es ist Zeit für das offene Wort. Es ist Zeit für Politik. Denn wo keine Politik ist, ist Kirchturmpolitik.

Frank A. Meyer, Ein Minarett ist ein Zeichen, kein Minarett ist auch ein Zeichen

Lassen Sie uns nicht um den heissen Brei herumreden: Das Ergebnis der Abstimmung zum Minarettverbot ist der x-te Beweis dafür, dass die politische und journalistische Elite das Ausmass des Unmuts in der Bevölkerung über die Präsenz grosser Gruppen von Muslimen drastisch unterschätzt hat.

Dies ist kein ausschliesslich schweizerisches Phänomen. In jedem europäischen Land mit einer muslimischen Minderheit ist dieser Unmut schon aufgetreten. Und die Essenz des Unmuts Frustration. Frustration darüber, schweigen zu müssen über die Entstehung muslimischer Ghettos. Über die Kriminalität junger Muslime. Über die Arbeitslosigkeit unter Muslimen. Über ihren Mangel an Sprachkenntnissen. Über die Art, wie muslimische Frauen sich kleiden. Über die Abneigung, die manche Muslime dem neuen Land gegenüber zu haben scheinen. Über den Mangel an Dankbarkeit bei diesen neuen Migranten, die aus Armut geflohen sind und ihr muslimisches Vaterland verlassen haben, aber dem neuen Land gegenüber zu oft Abscheu empfinden.

Leon de Winter, Die Schweizer haben keine Moscheen angezündet

Dieselben Zeitgenossen, die uns seit Jahren versichern, die Terrorgang Hamas sei „auf demokratischem Wege“ an die Macht gekommen, möchten nun die „undemokratische“ Entscheidung der Schweizer von einem Gericht aufheben lassen; dieselben Populisten, die ein Plebiszit über den Bau bzw. den Abbau von Kernkraftwerken fordern, finden nun, das Volk sei in der Minerattenfrage überfordert. Dieselben Aufklärer, die das Kreuz aus Schulen verbannen wollen, möchten den öffentlichen Raum mit Minaretten füllen.

Henryk M. Broder, Die Schweizer und das Krokodil

„Die Finanzkrise lässt moralische Instanzen wie Hans Küng gern nach Mäßigung rufen. Aber eine Gesellschaft, die auf Luxus verzichtet, wird nichts als Not produzieren.“ Gerhard Schulze, Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung und Wissenschaftstheorie an der Universität Bamberg, gibt im Perlentaucher einen unterhaltsamen Grundkurs in Volkswirtschaftslehre. Sein Fazit: Würden wir dem Aufruf der Bußprediger folgen und nur mehr notwendige Güter produzieren, wäre das der direkte Weg in bittere Armut.

Nach einiger Zeit aber ist die häusliche und volkswirtschaftliche Infrastruktur aufgebaut, die Produktion wird immer mehr rationalisiert, Sättigung mit notwendigen Gütern kommt in Sicht. Mehr und mehr kann nun die Produktionskapazität in entbehrliche Güter investiert werden, nein, sie muss in entbehrliche Güter investiert werden, damit auch die Produktion und der Konsum der notwendigen Güter weiter laufen kann.

Genau so war es in der Wirtschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier wiederholte sich noch einmal im Zeitraffer, was die Wirtschaftsgeschichte der Moderne seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts insgesamt kennzeichnet: eine allmähliche Veränderung des Mischungsverhältnisses von notwendigen und entbehrlichen Gütern. Der relative Anteil der notwendigen Güter wurde immer kleiner, der Anteil der entbehrlichen Güter immer größer. Absolut gesehen, wuchs aber auch das Volumen der notwendigen Güter ständig. Für Parfüm müssen die Menschen nun keineswegs mehr auf Butter verzichten. Im Gegenteil, wenn man so will, haben sie eher ein Überflussproblem und müssen aufpassen, dass sie nicht dick werden.

Mit anderen Worten: Je mehr sich die Menschen dem Luxus zuwandten, desto geringer wurde die Not. Und das will einem nicht so richtig in den Kopf. Viel eingängiger ist die entgegengesetzte Botschaft der Bußprediger: Schluss mit der Gier, damit alle was vom Kuchen abkriegen. Das Gegenargument lautet: Ohne Gier entsteht erst gar kein Kuchen.

Vielleicht sollten wir deshalb, weniger moralisierend, besser „Begehren“ oder „Habenwollen“ sagen, auch aus Respekt vor der Freude der Menschen an Dingen, die ihnen gehören. In der Gierdiskussion liegt ein Element von asketischer Menschenverachtung, Neid und Lustfeindlichkeit. Um auf die Finanzkrise zurückzukommen: Natürlich wäre sie uns ohne die Begehrlichkeit der Menschen erspart geblieben, freilich nur deshalb, weil erst gar kein Finanzmarkt entstanden wäre. Wo es kein Geld gibt, ist man bestens gegen eine Finanzkrise gewappnet. (pdf)

Gerhard Schulze: „Gute Lebenswelten, böses System – eine Kritik populärer Deutungsmuster am Beispiel der Finanzkrise“, erschienen in dem von Ulrike Ackermann herausgegebenen Buch „Freiheit in der Krise“ im Verlag Humanities Online, Frankfurt 2009.

Die Schweiz hat in einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit gegen den Bau von neuen Minaretten entschieden. Bei dem Votum ging es nicht um die Bauordnung, es war ein Votum gegen die zunehmende Islamisierung der westlichen Gesellschaft.

„Wenn Leitartikler und Politiker mit dem Volk unzufrieden sind, wäre es dann nicht einfacher, sie wählten sich ein neues?“, fragt man sich frei nach Bertold Brecht angesichts der Reaktionen auf die Schweizer Volksabstimmung, in der eine satte Mehrheit der Bevölkerung, vor allem der Frauen, gegen den Bau neuer Minarette gestimmt hat. Jetzt werden den Schweizern Unwissenheit, Intoleranz, Fremdenhass, Islamophobie und Rassismus vorgeworfen. Ausgerechnet der türkische Ministerpräsident Erdogan spricht von „einer zunehmend rassistischen und faschistischen Haltung in Europa“.

Eines vorab: Ich habe nichts gegen Moscheen und Minarette, jeder sollte seinem Glauben angemessen nachgehen können. Es geht nicht um die Moscheen sondern um die Inhalte, die dort gepredigt werden: Nicht die Anzahl der Minarette ist das Problem sondern die Anzahl verschleierter Mädchen.

Seit 9/11 geraten die muslimischen Einwanderer zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, und zwar nicht weil irgendjemand sie unter Generalverdacht stellen würde. So hatte George W. Bush in seiner ersten Rede nach den Anschlägen eindringlich vor Vorurteilen gegen die muslimischen Mitbürger gewarnt, während der damalige Imam des einflussreichen New Yorker „Islamic Cultural Center“, Muhammad Gemeaha, hetzte, nur die Juden seien zu solchen Grausamkeiten fähig.

Es waren die Muslime selbst, die sich ins Abseits gestellt haben. Egal ob es um die Terroranschläge von New York London oder Madrid ging, um die Ermordung Theo van Goghs oder die brennenden Botschaften während des Karikaturenstreits – die halbherzige Reaktion der Vertreter der Muslime war immer die gleiche: Man distanziere sich von jeglicher Gewalt egal von wem sie komme (ein dezenter Hinweis auf Israel darf ja nie fehlen), die überwiegende Mehrheit der Muslime sei bestens integriert und verurteile jeglichen Terror. Der Islam sei eine friedliche Religion. Man müsse aber auch Verständnis für die durch die westliche Überlegenheit verletzten Gefühle der Muslime  aufbringen und man warne eindringlich vor der grassierenden Islamophobie im Westen, die neue Gewalt provozieren könne. Weniger freundlich formuliert könnte man diese Statements auch mit „Kusch, oder wir machen euch kalt“ zusammenfassen.

Darüber hinaus gab es keine sichtbaren Bekenntnisse zur westlichen Wertegemeinschaft, die über solche Lippenbekenntnisse hinausgingen. Stattdessen wurde der Popanz der Islamophobie geschaffen, mit der jeder Gegner des islamischen Gesellschaftsmodells zum behandlungsbedürftigen Kranken erklärt wird.

Die Schweizer sind ein wehrhaftes und selbstbewusstes Alpenvolk. Vergangenes Wochenende haben sie nicht mehr und nicht weniger gesagt, als dass es ihnen reicht:

Wir haben genug davon, dass Menschen, die auf unsere Werte spucken, jenen Respekt einfordern, den sie uns verweigern. Wir haben genug davon, ohne Gürtel und in Socken am Flughafen zu stehen, weil uns eure Glaubensbrüder so sehr hassen. Wir haben genug von anatolischen Analphabeten, die sich nicht um die Ausbildung ihrer Kinder scheren. Wir haben genug von jungen Türken, für die unsere Mädchen nichts als Schlampen sind, die man beliebig anmachen kann. Wir haben genug von rückständigen Fanatikern, die den Lehrerinnen unserer Kinder nicht die Hand geben, weil sie Frauen sind. Wir haben genug von Vätern, die ihren Töchtern Turnunterricht und Landschulwochen verbieten. Wir haben genug von Männern, die ihre Frauen in Schleier hüllen und sie nicht am öffentlichen Leben teilnehmen lassen. Wir haben genug von Ehrenmorden und Zwangsheirat.

Wir haben genug davon, dass man in den Klassen die Kreuze abmontiert und gleichzeitig Gebetszimmer an den Schulen einrichtet. Wir haben genug davon, dass man uns mit Gewalt und Terror droht, wenn sich die muslimische Welt in ihren Gefühlen verletzt fühlt. Wir haben genug davon, uns kulturelle Arroganz vorwerfen zu lassen, wenn wir für unsere Werte und für unsere zivilisatorischen Errungenschaften einstehen. Wir haben genug davon, uns von Leuten zur Toleranz mahnen zu lassen, die sich nicht daran stoßen, wenn Homosexuelle aufgehängt und Ehebrecherinnen gesteinigt werden. Wir haben genug von der ständigen Rücksichtnahme auf die kollektive Beleidigtheit. Vor allem haben wir genug davon, dass man uns ständig einredet, das alles wäre auch noch eine Bereicherung.

Womit bereichern denn die islamischen Staaten unsere Kultur, außer mit den Künstlern, die aus ihnen flüchten haben müssen? Womit bereichern Iran und Saudi-Arabien unser Leben, außer mit Pistazien und Erdöl? Womit bereichern die Muslime die Entwicklung einer offenen Gesellschaft? Wo bleibt ihr Aufschrei gegen Steinigungen und Verstümmelungen im Namen der Scharia? Im Irak werden täglich Sunniten von Schiiten in die Luft gesprengt und umgekehrt – warum empören sich Muslime nie, wenn Muslime von Muslimen ermordet werden?

Die älteste Demokratie Europas hat NEIN zur Islamisierung gesagt, nicht nur zu ein paar Minaretten. Wir sollten das respektieren und zum Anlass für einen Dialog mit dem (und eine Diskussion über den) Islam nehmen, der auch jene Aspekte einschließt, die derzeit verschämt ausgeklammert werden. Dabei geht es nicht um theologische Fragen sondern um die islamische Realität. Ebenso wenig wie man Sowjetunion oder DDR losgelöst vom Kommunismus betrachten konnte, kann man die Verhältnisse in Iran oder Saudi-Arabien vom Islam trennen. Wäre es anders, würden sich längst eine Milliarde Muslime gegen diese islamo-faschistischen Diktaturen erheben, die angeblich ihre Religion missbrauchen.

Ob das Christentum vor 500 Jahren genauso rückständig war wie der Islam heute, interessiert dabei nicht. Schließlich möchten wir ebenso wenig in der Zeit der Hexenverbrennungen leben. Richard Wagner hat das auf den Punkt gebracht: „Die Europäer stehen den muslimischen Einwanderern nicht als Christen oder Atheisten gegenüber, sondern als Bürger. Bürgergesellschaft versus Glaubensgemeinschaft.“

Das Votum der Schweizer mag kleingeistig und provinziell wirken. Nicht auszuschließen, dass es einmal als das erste mächtige Fanal Europas im Kampf um die Bewahrung der Zivilgesellschaft gesehen werden wird.

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Angeblich ist das Schweizer Wahlvolk von der Angst vor der Islamisierung getrieben worden. Und wieso nicht von der Islamisierung?

Islamisierung heißt nichts anderes als die Rücknahme der säkularen Gesellschaft. Am Ende einer solchen Entwicklung steht die moralisierende Gemeinschaft, die alles, was nicht im Koran steht, zumindest für überflüssig hält.

Das Ergebnis kann man auf zwei Kontinenten, Asien und Afrika, besichtigen. Dazu gehören die schlimmsten Diktaturen und eine unzulässige Menschenrechtslage. Wollen wir diese Patriarchen- Ideologie, um nicht zu sagen Kraftprotzen-Barbarei, auch in Europa ausprobieren?

Schauen wir uns doch einmal die Standards dieser Länder an! Es sind Karikaturen einer modernen Gesellschaft, ihr Beitrag zu Innovation und Fortschritt ist gleich Null.

Die Europäer stehen den muslimischen Einwanderern nicht als Christen oder Atheisten gegenüber, sondern als Bürger. Bürgergesellschaft versus Glaubensgemeinschaft?

Maßgeblich ist die Partizipation der Einwanderer an den Institutionen. Die entscheidende Frage aber ist nicht, wie viele Minarette der Einwanderer braucht, sondern wie viele Muslime sich beispielsweise in der freiwilligen Feuerwehr engagieren.

Richard Wagner, Die Achse des Guten

Nach den Wahlen im Iran hatte ich einen Nachruf auf die Revolution im islamischen Gottesstaat verfasst. Nun fragt die Orientalistin Nasrin Amirsedghi, ob sich die westliche Linke  ihrer Mitverantwortung am klerikalfaschistischen Regime im Iran bewusst ist:

Die Bilanz von Chomeinis heiligem Flug ist heute die Existenz des weltweiten Islamismus und Terrorismus, die drohende Atommacht des Iran und die Destabilisierung des Nahen Ostens. Für den Iran selbst ist es noch schlimmer: Er wurde zu einem Gottesstaat, einem Volksgefängnis im 21. Jahrhundert. Seitdem garantiert die Verfassung den Machthabern ihre unwiderrrufliche Herrschaft. Sie wird mit religiösen Gesetzen (der Scharia), der absoluten Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten (Welaiat-e Faghih) und dem Koran begründet.

Das bedeutet dreißig Jahre ununterbrochene Demütigung, Unterdrückung, Repression, Folter, Steinigung, Peitschenhiebe, Massenhinrichtungen, Erhängen von Homosexuellen und „unkeuschen“ Mädchen, Amputation von Gliedmaßen, Ausstechen der Augen, Geschlechter-Apartheid, Zwangsverschleierung, Viel- und Zeitehe, Armut, Prostitution, Kinderarbeit, kulturelle Dekadenz, den Wirtschaftsruin und vieles mehr. (pdf)

Nasrin Amirsedghi, Perlentaucher

Einladung zum Symposium
„Wie dem iranischen Regime begegnen?“

Dienstag, 1. Dezember 2009
Haus der Begegnung Mariahilf, Königseggasse 10, 1060 Wien

Die Iran-Politik der westlichen Staaten schwankt derzeit zwischen Abwarten, Dialogangeboten an das iranische Regime und der Vorbereitung neuer Sanktionen. Das Symposium will der Frage nachgehen, wie ein sinnvolles Vorgehen gegenüber den Machthabern in Teheran aussehen könnte. Was hat sich durch die Fraktionskämpfe innerhalb des Regimes und dem Erstarken der Freiheitsbewegung seit der Wahlfarce vom 12. Juni verändert? Wie weit ist das iranische Nuklearprogramm fortgeschritten? Welche Rolle spielen die Revolutionsgarden beim Streben nach der Atombombe und in der iranischen Ökonomie? Was könnten schärfere Sanktionen gegen das Regime bewirken und gegen wen müssten sie sich richten? Lassen sich die Gefahren, die vom iranischen Regime für seine Nachbarn und die iranische Bevölkerung, für Israel und den Westen ausgehen, letztlich nur bannen, wenn es zu einem Sturz der Islamischen Republik kommt?

Programm und Teilnehmer

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