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Klimaforscher im Zwielicht

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Die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung ist schwer erschüttert. Daten wurden manipuliert, Ergebnisse verfälscht. Die Anhänger der Ideologie einer vom Menschen gemachten Klimakatastrophe bleiben bis auf weiteres davon unbeeindruckt.

Was heißt, die Menschen würden heute an nichts mehr glauben? Zugegeben, die Kirchen sind nicht mehr ganz so voll wie in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zumindest nicht die christlichen, dafür treten sich die Leute in den Praxen der Homöopathen und Wünschelrutengänger auf die Zehen. Globoli machen wenn schon nicht gesund wenigstens glücklich, und wenn es ganz schlimm kommt, nimmt man Notfalltropfen aus dem Bach-Blüten Regal.

Die mit Abstand größte und populärste aller modernen Religionen ist jene des vom Menschen verursachten Klimawandels. Ihre Anhänger greifen nach der Weltherrschaft und können dabei auf breite Unterstützung zählen. Kein Wunder, die Welt zu retten ist ein ideales Betätigungsfeld für die Politik: man kann den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen und darf sich gleichzeitig im Beifall der Gläubigen sonnen. Das Beste dabei: man muss seine Versprechen erst in hundert Jahren einlösen. Das ist zwar nicht ganz so genial, wie die Erfüllung gleich ins Jenseits zu verschieben, aber immer noch deutlich länger als jede Legislaturperiode. CO2-Zertifikate sind der Ablasshandel des 21. Jahrhunderts, die „Klimaleugner“ sind die Ketzer von heute, ein Haufen „verantwortungsloser Krimineller“.

Dass wir in immer kürzeren Abständen mit immer dramatischeren Prophezeiungen konfrontiert werden, ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines gnadenlosen Wettlaufs um Milliardenbudgets für die Klimaforschung. Nur wer immer noch düsterere Untergangsszenarien entwirft, dem winken Geld und mediale Aufmerksamkeit: „Der Mensch stirbt aus, falls die beinahe utopischen Klimaziele nicht erreicht werden“, tönte es vergangene Woche von der Titelseite des österreichischen Nachrichtenmagazins profil, dessen Herausgeber seinen Leitartikel mit der Frage „Töten wir unsere Enkel?“ titelte. Enkelmord und Weltuntergang, mit weniger geben sich die Klimawandelgläubigen nicht mehr zufrieden.

In der Umweltforschung verschwammen schon immer die Grenzen zwischen Wissenschaft und Aktivismus. Klimaforschung besteht zum großen Teil aus Modellrechnungen. Aufgrund verschiedener Parameter aus Vergangenheit und Gegenwart werden mit Hilfe von Computersimulationen zukünftige Klimaszenarien errechnet. Abhängig davon, an welcher Schraube man dreht, verändert sich das Ergebnis, und Schrauben gibt es unzählige. Ob das Rechenmodell stimmt, zeigt nur der Vergleich mit der Wirklichkeit, auf den man mindestens noch 100 Jahre warten muss. Da ist im globalen Wettstreit um Geld und Öffentlichkeit die Versuchung groß, solange zu schrauben, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Dass selbst renommierte Forscher nicht gerade zimperlich dabei sind, Daten solange zurechtzubiegen, bis sie in ihre politische Agenda passen, kann man jetzt in hunderten E-Mails nachlesen, die Hacker kürzlich von den Servern der „Climatic Research Unit“ der University of East Anglia in Norwich geklaut haben. Die CRU ist eines der weltweit führenden Klimaforschungsinstitute, dessen Daten auch vom IPCC verwendet werden.

Das aufgetauchte Material erschüttert die Glaubwürdigkeit der Klimaforscher bis ins Mark. Von einem Watergate der Klimaforschung spricht Dirk Maxeiner: „Sind die Mails echt, dann liegen folgende Tatbestände vor: Geheime Absprachen um Daten zu manipulieren, so dass der gewünschte Erwärmungstrend vorherrscht; Unterdrückung von gegenläufigen Erkenntnissen; Geheime Absprachen um Kritiker der gegenwärtigen Klimaforschung aus dem wissenschaftlichen Prozess und dem Peer-Review-Prozess auszuschließen; Verschleiern der mittelalterlichen Warmzeit (damit die heutige Zeit als besonders warme Periode erscheint); Klammheimliche Freude über den Tod des bekannten australischen Kritikers John Daly; Weiter geht aus den Mails hervor, dass die betreffenden Forscher einen Teil ihrer Erkenntnisse intern durchaus anzweifeln, dies aber gegenüber der Öffentlichkeit verschleiern.“ Inzwischen hat das Institut die Echtheit der Mails bestätigt.

Bis jetzt hatten sämtliche prophezeiten Öko-Katastrophen von der neuen Eiszeit bis zum Waldsterben eines gemeinsam: sie sind nicht eingetroffen. Die Erderwärmung findet seit zehn Jahren nicht mehr statt. Daten wurden manipuliert, Forschungsergebnisse verfälscht. Gründe genug, an den Untergangsszenarien zu zweifeln? Nicht, wenn es um die Verteidigung des wahren Glaubens geht. Den parareligiösen Absolutismus der Klimaalarmisten kritisiert auch der Ökonom Dr. Hans Labohm:

„Die Politik hat sich hier in den vergangenen 15 Jahren sehr stark engagiert. Ein Eingeständnis, man habe hier ohne wissenschaftliche Basis agiert und enorme Kosten bei minimalem Nutzen verursacht, käme einem politischen Desaster gleich … Die globale Erwärmung ist die Mutter aller Umweltängste. Sie ist geradezu Bestandteil einer weltlichen Religion geworden, die für wissenschaftliche Argumente gänzlich unempfänglich ist.

Der frühere britische Schatzmeister, Lord Nigel Lawson, formulierte das kürzlich in der britischen Zeitschrift Spectator so: „Es muss gesagt werden, dass dieser [skeptische Standpunkt] keine leicht zu vermittelnde Botschaft ist. Nicht zuletzt, weil der Klimawandel oft als Glaubenssache und nicht als eine Frage der Vernunft diskutiert wird. Es ist, wie ich vermute, kein Zufall, dass der Klimawandelabsolutismus gerade in Europa auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist. Denn es ist Europa, wo heute die am meisten säkularisierte Gesellschaft lebt und die traditionellen Religionen den geringsten Rückhalt haben. Dennoch fühlen die Menschen immer noch das Bedürfnis nach Trost und höheren Werten, mit denen uns die Religion einst versorgte. Und so ist die Klimadebatte das beste Beispiel für die Quasi-Religion des ‚grünen Alarmismus‘ sowie der ‚globalen Heilsverheißung‘. Sie hat, gemeinsam mit anderen, dieses Vakuum gefüllt. Ihre Mantras infrage zu stellen, wird als Blasphemie betrachtet. Doch solches kann keine Basis für rationale politische Entscheidungen sein.“

Weltweit werden Milliarden an Steuergeldern für Klimaschutzprogramme ausgegeben und wird den Bürgern eine Fülle kleiner und größerer Einschränkungen mit dem Argument des Klimaschutzes abverlangt. Dieses Argument beruht nicht nur auf zweifelhaften wissenschaftlichen Grundlagen sondern ist auch Ausdruck menschlicher Hybris. Der damalige NASA Chef Michael Griffin ist dieser anmaßenden Selbstüberschätzung schon vor zwei Jahren überzeugend entgegengetreten: „Ich glaube nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, sicherzustellen, dass sich das Klima nicht verändert, wie die Geschichte über Millionen von Jahren gezeigt hat. Und zweitens würde ich fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg zukommt, zu entscheiden, dass genau dieses Klima, wie wir es hier und heute haben, das beste Klima für alle anderen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Haltung.“

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4 thoughts on “Klimaforscher im Zwielicht

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  4. Gratulation! Mich hat der Artikel schwer beeindruckt, zwar stand ich der momentanen Klimapolitik bereits vorher kritischen Gegenüber, dennoch hat mir gerade der geschichtliche Vergleich die Augen noch weiter geöffnet.

    Als ein, wohl unbeabsichtigter, Nebeneffekt erklärt sich für mich nun auch der dogmatische und absolute Anspruch der Kirche im Mittelalter viel besser.

    Mir war bisher ein wenig schleierhaft wie die Kirche derart extrem auf Kritik, sei es Änderung der ‚Anbetung‘ oder des Weltbildes, reagieren konnte.

    Nun ist alles klar! Die Religion war damals so heilig wie heute der Klimawandel. Wer heute sagt „Der Klimawandel wird nicht so schlimm“ oder gar „Es gibt keinen (vom Menschen verursachten) Klimawandel“ wird auch beinahe schon gesteinigt. Obwohl eine Infragestellung eigentlich nahe liegt.

    Danke also für diesen Wunderbaren Artikel (habe darüber auch gleich auf meinem (Geschichte) Blog berichtet)

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