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Man wird ja wohl noch fragen dürfen

58 Kommentare

Ich hätte da mal ein paar Fragen:

Die weitaus überwiegende Mehrheit der Muslime ist gut integriert. Warum sollte sie sich dann von Sarrazin beleidigt fühlen? Ist es vielleicht so, dass sich die Muslime gar nicht beleidigt fühlen, sondern nur ihre hauptberuflich empörten Fürsprecher?

So wie Aydan Özoguz, die Integrationsbeauftragte der SPD-Fraktion. Im Januar 2009 nahm sie in Hamburg auf einer Hass-Demonstration gegen Israel teil, die vom radikal-islamistischen  Muslim-Markt organisiert worden war. Auf dieser Demonstration wurden laut Augenzeugenberichten der Holocaust auf Transparenten geleugnet und Hisbollahfahnen gezeigt, und nach der Kundgebung wurden Hamburger Juden von arabischen Jugendlichen verprügelt. Das alles hat Frau Özoguz nicht widerlich gefunden, Sarrazins Thesen schon.

Vor ein paar Tagen wurden vier Israelis von der Hamas ermordet, darunter eine schwangere Frau. In Pakistan hat ein sunnitischer Selbstmordattentäter Dutzende Schiiten in die Luft gesprengt, nur wenige Tage nachdem in Lahore 38 Schiiten durch Bombenanschläge ermordet worden waren. Seit 9/11 haben islamische Terroristen fast 16.000 tödliche Terroranschläge verübt, da sind kriegerische Auseinandersetzungen noch nicht einmal mitgezählt. Die meisten Opfer muslimischer Terroristen waren übrigens ebenfalls Muslime.

Hat der deutsche Bundestag sich je bemüßigt gefühlt, dazu eine Resolution zu verabschieden, es müsste ja nicht einmal eine einstimmige sein? Haben all die Özoguze, Al-Rawis und Baghajatis je ein Wort über diese Verbrechen verloren, das über ein pflichtbewusstes Lippenbekenntnis hinausgegangen wäre? Unter Berufung auf den Islam werden Kinder zwangsverheiratet und geschändet, Ehebrecherinnen gesteinigt und Schwule an den nächsten Kran geknüpft. Wenn Katholische Geistliche kleine Jungs vergewaltigen, empört das auch die Katholiken und sie treten in Scharen aus der Kirche aus. Wo sind die Scharen gläubiger Muslime, die sich gegen die Schweinereien im Namen ihrer Religion verwahren? Die paar die es gibt, stehen unter Polizeischutz, weil sie Angst haben müssen, von ihren eigenen Glaubensbrüdern ermordet zu werden.

Warum empören sich die Muslime nicht, wenn Muslime Muslime ermorden? Warum fühlt sich eine türkischstämmige Akademikerin, die in Deutschland Karriere gemacht hat, beleidigt, wenn man von türkischstämmigen Einwanderern spricht, die keinen Schulabschluss schaffen und ohne Aussicht auf einen Job sind? Hat es damit zu tun, dass der Islam das Wohl der Umma, das Wohl des Kollektivs, über das Wohl des Individuums stellt? Und wenn das so ist, wäre das dann nicht vielleicht die Ursache allen Übels? Freiheit und Menschenrechte konnten immer nur gedeihen, wo die Rechte des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft schwerer wogen als umgekehrt. Müsste man sich denn dann nicht fragen, wie der Islam überhaupt in eine aufgeklärte westliche Gesellschaft passt?

Der wahre Islam sei eine Religion des Friedens, wird überall betont. Warum gilt das dann für so viele seiner Anhänger nicht? Wenn der Westen bei einer Katastrophe hilft, bomben sie. Wenn der Westen Ärzte schickt, morden sie. Wenn Israel Land zurückgibt, feuern sie Raketen. Und zum Auftakt von Friedensgesprächen erschießen sie Schwangere. Alles im Namen des Islam.

Der wahre Islam ist der real existierende, und der erscheint in keinem einzigen islamischen Land verlockend. Und solange sich die Muslime durch die Gewaltexzesse, den Terror und die Unterdrückung im Namen ihrer Religion nicht mehr beleidigt fühlen als durch ein paar Karikaturen oder ein Buch, solange bleibt das auch der wahre Islam.

Oder etwa nicht?

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58 thoughts on “Man wird ja wohl noch fragen dürfen

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  3. M.B., Sie beklagen einen Zustand, der erhebliche Teile potentieller Arbeitskräfte von Arbeit ausschließt. Das diese Teile sich dann unter den gegebenen Randbedingungen optimal einrichten, ist doch vernünftig.

    Dementsprechend geht Sarrazins Kritik vollkommen fehl. Kritik an denjenigen, die das Beste aus den gegeben Randbedingungen machen, ist dementsprechend nur als Ablenkung von der Realität zu werten. Es müssen Arbeitsplätze für alle potentiellen Arbeitskräfte bereitstehen. Mit richtiger Wirtschaftspolitik ist das in ca. 3 Jahren zu erreichen.

    Und erst, wenn das erreicht ist, sind weitere Überlegungen sinnvoll, wie diejenigen integriert werden, die noch nicht mitgekriegt haben, daß es genügend Arbeitsplätze gibt. Damit wird es überflüssig, daß diejenigen, die beschäftigt sind, länger arbeiten müssen, um zusätzlich die Güter für die Arbeitslosen zu produzieren.

    MfG

    • @Ebel

      Man kann nicht einfach Arbeitsplätze für jeden schaffen, das ist wirtschaftlicher Unsinn. Schon im Interview im Lettre International hat Sarrazin Problem, Ursache und Lösung benannt. So führt er am Beispiel Berlins aus, wie das Ende der bisherigen Subventionswirtschaft, das Zusammenbrechen der Bauwirtschaft und der Verlagerung von produzierenden Firmen nach China Arbeitslosigkeit für eine gewisse Gruppe von Menschen haben, die bildungs- und ausbildungstechnisch eine bestimmte Stufe darstellen (sowohl Migranten als auch Deutsche).
      Ziel muss es nun sein, diese Menschen oder zumindest ihre Kinder und Enkel für den Wandel Deutschlands von der produzierenden Wirtschaft zur Forschungs- und Entwicklungswirtschaft fit zu machen.
      (Natürlich wird Deutschland auch weiterhin eine starke produzierende Wirtschaft haben, aber sie wird als Arbeitgeber nicht ausreichen.)
      Das erfordert Willen und Anstrengungen auf allen Seiten und das fordert auch Sarrazin.

      PS:
      Hier beschäftigt sich Zettel mit den Zahlen aus dem Buch, ein Blog übrigens, der auf jede Blogroll gehört!😉

      http://83273.homepagemodules.de/t3255f28-Sarrazin-auf-dem-Pruefstand-der-Wissenschaft.html

      • Natürlich ist eine hohe Bildung der Arbeitskräfte für den internationalen Wettbewerb wichtig (besonders da Deutschland wenig Rohstoffe hat) – aber dafür wird zu wenig getan.

        Eine Verlagerung bestimmter Branchen im Verlaufe der globalen Entwicklung ist eine Folge davon und kein Grund die Entwicklung zu verhindern.

        Es ist kein Problem Arbeitsplätze für alle zu schaffen, z.T. z.B. als Schichtarbeit, indem alle kürzer arbeiten, dabei mehr verdienen und die Maschinen länger laufen.

        MfG

  4. Ich wundere mich langsam überhaupt nicht mehr, warum es in Deutschland möglich ist, absolut nichts zu leisten und der Solidargemeinschaft dabei ununterbrochen auf der Tasche zu liegen.

    Die Diskussionen in der Öffentlichkeit, speziell von Politikern zeigen ganz deutlich, dass jeder von allen Seiten Rückendeckung bekommt, wenn er wieder einmal irgendeine geringe oder große Chance oder Weiterbildungsmaßnahme „verpasst“ hat, oder weil kulturelle oder religiöse Hintergründe es ihm nicht ermöglichen sich seinem Umfeld ausreichend anzupassen.

    Glücklicherweise hat Thilo Sarrazin in seinem Buch genügend Angriffspunkte geliefert, damit in der Öffentlichkeit die Kernaussage seines Buches (ich habe es gelesen) erst gar nicht zur Sprache kommt.

    Ich selbst stelle mir schon seit vielen Jahren eine Frage:
    Warum kann ich in Deutschland jede Unterstützung erhalten und muss dafür nichts tun? Oder anders gefragt: Warum wird meine Unterstützung nicht gekürzt oder ganz gestrichen, wenn ich nachweislich Auflagen, Anforderungen, Angebote, etc. nicht erfülle.
    Wenn ich in Deutschland nur falsch parke muss ich dafür bezahlen. Wenn ich nicht rechtzeitig Steuern bezahle, muss ich Säumnisszuschlag zahlen,etc. (Liste lässt sich beliebig fortsetzen)

    Wenn ich aber hartnäckig weder die Landessprache lerne noch mir Arbeit suche oder jedes Arbeitsangebot verweigere. Wenn jede Weiterbildung oder Ausbildung zum Scheitern verurteilt ist oder gar nicht erst angetreten wird, weil mir entweder die schulische Ausbildung oder die Kenntnisse der Landessprache fehlt. Wenn ich bereits in der Schule hartnäckig die regelmäßige Teilnahme am Unterricht verweigere… (auch hier lässt sich die Liste beliebig fortsetzen)

    WARUM WIRD DANN MEIN MANGELNDER PERSÖNLICHER EINSATZ FÜR MEINE ZUKUNFT, MEINE FAMILIE, MEIN LAND
    NICHT ENTSPRECHEND GEWÜRDIGT ???

    WARUM ERHALTE ICH TROTZDEM NOCH DEN VOLLEN SATZ AN FINANZIELLER UNTERSTÜTZUNG, KRANKENVERSORGUNG, RENTE??

    Das ist für mich die Kernaussage des Buches. Und das ist die Frage die nicht nur mich, sondern viele beschäftigt, die jeden Tag dafür arbeiten, das immer mehr, ungestraft immer weniger tun !!!!

    In meiner eigenen (angeheirateten) Familie gibt es viele, die seit über 20 Jahren von Hartz IV und ähnlichem leben. Alle eigenen Versuche diesen Personen dauerhaft eine Arbeit zu besorgen, sind am Verhalten derjenigen gescheitert…unpünktlich, großspurig,
    anmaßend seien nur einige Adjektive die in diesem Zusammenhang passen.

    Was aber immer funktioniert, ist die Organisation von Nebenjobs (ohne Steuerkarte und Anmeldung). Ich weiß aus realen Erfahrungen (Familie und deren Freunde), das ein Großteil des vom Staat erhaltenen Geldes in Alkohol, Zigaretten, Geldspiele und Unterhaltungselektronik umgesetzt wird. Die zahlreich vorhandenen (und ständig mehr werdenden) Kinder werden massivst vernachlässigt. Die „Eltern“ beschweren sich ständig darüber, das sie nichts vom Leben haben und ihre Kinder einfach zu teuer sind, weil sie am liebsten viel Milch trinken statt Wasser.

    Diese Familien werden nicht nur ununterbrochen vom Staat unterstüzt, sondern erhalten noch zusätzlich soziale Betreuung, damit die Kinder wenigstens regelmäßig zur Schule gehen.

    Und als wenn dieses nicht schon schlimm genug wäre, wird man von diesen Personen auch noch dafür ausgelacht, das man jeden Tag pünktlich zur Arbeit fährt und bis zum neuen Rentenalter für andere arbeiten geht.

    2 Erwachsene und 5 Kinder erhalten monatlich mehr Unterstützung als ich jemals verdienen werde. Und doch muss ich jeden Monat einen großen Teil meines Lohnes
    für diese Personen abgeben, die mich dafür auch noch auslachen.

    Ist das, das Solidarprinzip, weshalb mir jedes Jahr mehr von meinem Lohn abgezogen wird?

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