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Wenn der Staat seine Bürger nicht mehr schützt

Der Täter kommt frei und das Opfer muss ihr Leben aufgeben. Was für ein Irrsinn. Warum schützt der Staat den Täter und nicht das Opfer?

Aus Angst vor einem vielfach vorbestraften Gewalttäter, der diesen Monat aus dem Gefängnis entlassen werden soll, taucht die von ihm vergewaltigte Frau mit staatlicher Hilfe unter. Der Mann, der in der Haft keine Reue zeigte, hatte noch im Gerichtssaal mit Vergeltung gedroht.

Frau G. wird schon bald nicht mehr Frau G. heißen. In diesen Tagen bekommt sie einen neuen Personalausweis mit einem anderen Namen, der streng geheim ist. So geheim, dass ihn nicht einmal der eigene Vater oder die ältere Schwester erfahren dürfen.

Frau G. darf auch nicht mehr Frau G. sein. Ihre Fotoalben, ihre Zeugnisse, ihre Diplome hat sie in einen Tresor gepackt, ihre Wohnung gekündigt, ihre Möbel veräußert oder untergestellt. „Ich kann mein Leben in die Tonne treten“, sagt sie verbittert. …

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Ein Monat pro Knochen

Auf hoher See und vor Gericht sei man in Gottes Hand, sagt man. Manchmal kann man diesen Gott nur schwer verstehen.

In Klagenfurt stand ein Vater vor Gericht, der seinem sieben Wochen alten Baby 24 Knochen gebrochen hat. Jetzt wurde er in erster Instanz zu 20 Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verständlich ist es auch nicht: entweder es handelt sich um einen Unfall und keine Misshandlung (wie der Vater behauptet), dann wäre er vom Vorwurf der absichtlichen schweren Körperverletzung und dem Quälen Unmündiger freizusprechen. Oder er ist schuldig, dann sind 20 Monate zu wenig.

Nicht einmal ein Monat pro Knochen – ein wohlfeiles Angebot für Kindesmisshandler.

Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/432062