S t a n d p u n k t e


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Cui bono?

Der Kopf des IPCC, Dr. Rajenda Pachauri, wird beschuldigt, ein Vermögen mit Unternehmen gemacht zu haben, die mit Klimazertifikaten handeln.

Es gibt eine sichere Methode, missliebige Meinungen zu diskreditieren: Man unterstellt dem Gegner „wirtschaftliche Interessen“ und schon ist jedem klar, dass es sich dabei nur um einen Büttel des Kapitals handeln kann, der seine Gesinnung am Bankschalter hinterlegt hat. Moral und Gewissen darf nur für sich in Anspruch nehmen, wer nicht von „der Wirtschaft“ abhängig ist. Im Juste Milieu des 21. Jahrhunderts wird das Böse von Lobbyisten vertreten und das Gute von NGOs.

In diesem manichäischen Weltbild gehören die Klimaschützer zu den Guten. Denn in der Beurteilung ihrer Idole sind deren Jünger noch großzügiger als Klimaforscher in der Aufbereitung ihrer Daten. Al Gore wurde nicht nur verziehen, dass er eine kaum zu verlierende Präsidentschaftswahl versemmelt und damit die Ära Bush eingeläutet hat. Auch dass er zuhause das 20-fache an Energie eines amerikanischen Durchschnittshaushalts verbraucht, wird ihm genauso wenig übel genommen wie seine Vorliebe für Privatjets. Schließlich gilt es ja die Welt zu retten, da darf man nicht kleinlich sein. Außerdem kauft sich Gore ohnehin mit „Carbon Offsets“ von seinen Klimasünden frei. Praktischerweise kann er dies mit seiner eigenen Firma tun. Sein Investmentfonds Generation Investment Management LLP profitiert unmittelbar vom Ablasshandel rund um CO2-Zertifikate. Da wird sein Hauptanliegen, Kohlenstoff mit einem Preis zu belegen, gleich viel verständlicher: „Sobald Kohlenstoff einen Preis hat, wird eine Welle [von Investitionen] einsetzen… es wird ungebremst investiert werden.“

Al Gore mag ein Oscar gekrönter Heuchler sein, im Vergleich zu seinem Co-Nobelpreisträger, dem Mann an der Spitze des UN-Weltklimarats, ist er nur ein kleines Licht. Dr. Rajendra Pachauri, seit 2002 Vorsitzender des IPCC, steht im Zentrum des globalen Spiels um Geld und Kohlenstoff. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen.

Zum öffentlichen Thema wurden die Geschäfte des Dr. Pachauri durch einen offenen Brief, den zwei  prominente Kritiker des IPCC nach einem Vortrag an der Universität von Kopenhagen übergeben haben, der australische Senator Stephen Fielding und der bekannte IPCC-Kritiker Lord Monckton. Der britische „Telegraph“ hat die Vorwürfe detailliert aufgelistet:

Pachauri unterhält weltweit Geschäftsbeziehungen mit Körperschaften, die Milliarden von Dollar in Unternehmungen investiert haben, die direkt von den politischen Empfehlungen des IPCC abhängig sind. Diese Einrichtungen umfassen Banken, Ölfirmen, Energiekonzerne und Investmentfonds, die allesamt massiv an CO2-Handel und erneuerbaren Energien beteiligt sind. Zusammen bilden diese beiden Bereiche den am schnellsten wachsenden Rohstoffmarkt, der vermutlich schon bald Billionen Dollar jährlich schwer sein wird.

Die Ausgangsbasis für das Netzwerk des Dr. Pachauri ist das Tata Energy Research Institute TERI in Delhi, dessen Direktor Pachauri seit 1981 ist. Seit 2001 ist er Generaldirektor dieses Instituts, das von der indischen Tata-Gruppe (Stahl, Autos, Telekommunikation, Energie und Versicherungen) gegründet worden ist. Als Pachauri in den Vorstand kam, konzentrierte er sich noch auf die Öl- und Kohleindustrie und war bis 2003 auch Direktor von India Oil und bis heuer Vorstand des größten indischen Stromproduzenten. Seit er 1997 Vize-Direktor des IPCC wurde, hat sich TERI ganz den erneuerbaren Technologien verschrieben und Tata hat allein in Windkraftanlagen mehr als 1,5 Milliarden Dollar investiert. TERI betreibt über europäische Niederlassungen verschiedene Projekte, die von der EU finanziert werden. In den USA unterhält TERI eine Non Profit Organisation, deren Präsident Pachauri ist. TERI-NA wird von einer ganzen Armee aus öffentlichen und privaten Sponsoren unterhalten, darunter vier UN-Organisationen, vier US-Regierungsagenturen, Ölgiganten wie Amoco, der Landwirtschaftsriese Monsanto, der WWF, der seinerseits zu einem hohen Teil von der EU finanziert wird, und zwei führende Player im internationalen Emissionshandel, die mehr als eine Billion (= 1.000 Milliarden) Dollar an Assets verwalten.

Ein großer Teil des weltweiten CO2-Handels wird über den „Clean Development Mechanism“ (CDM), der aufgrund des Kyoto Vertrags errichtet worden ist, von den UN abgewickelt. Im CDM können Unternehmen und Konsumenten das Recht erwerben, ihre CO2-Limits zu überschreiten, indem sie Rechte von Schwellenländern wie China und Indien erwerben, die durch die Erschließung einer erneuerbaren Energiequelle oder durch den Nachweis, CO2 eingespart zu haben, CO2-Guthaben anhäufen können. Einem solchen Geschäft ist es zum Beispiel zu verdanken, dass eine 3 Millionen Tonnen Stahlproduktion der Corus Werke vom britischen Redcar ins indische Orissa verlegt wird. Der Tata Konzern kann dadurch CO2-Guthaben im Wert von rd. 1,3 Mrd. Euro lukrieren, die von den 1.700 englischen Arbeitern, die dadurch ihren Job verlieren, über ihre Steuern mitfinanziert worden sind. Das Klima wird es ihnen danken.

Mehr als 3/4 des weltweiten CO2-Handels begünstigen China oder Indien. Allein Indien hat derzeit 1.455 CDM Projekte im Wert von 33 Milliarden Dollar am Laufen. Da überrascht es wahrscheinlich nicht, dass TERI die größte und lukrativste CO2 Börse der Welt, die Chicago Climate Exchange, in deren Verwaltungsrat Pachauri sitzt, dabei unterstützt, eine eigene CO2 Börse in Indien zu etablieren.

Seitdem Pachauri an der Spitze des IPCC steht, ist ist die Anzahl seiner Posten geradezu explodiert: Verwaltungsrat von Siderian (Venture Capitalist aus San Francisco im Bereich erneuerbarer Energien), Berater für erneuerbare und nachhaltige Energien für die Credit Suisse und die Rockefeller Stiftung, Aufsichtsrat der Nordic Glitnir Bank (dabei, für ihren Sustainable Future Fund 4 Milliarden Pfund zu beschaffen), Aufsichtsratsvorsitzender des Indochina Sustainable Infrastructure Fund (möchten 100 Milliarden Pfund beschaffen), Direktor des International Risk Governance Council in Genf (gegründet von den Energieriesen EDF und E.On, um „Bio-Energie“ zu fördern), Strategischer Berater des New Yorker Investmentfonds Pegasus, Vorsitzender des Verwaltungsbeirats der Asian Development Bank (Hauptgeschäftszweig CDM Handel), Vorsitzender des „Climate and Energy Institute“ in Yale (erhält Millionen Dollar an Regierungsgeldern und Firmenspenden), Mitglied des Klimawandelbeirats der Deutschen Bank, Direktor des „Japanese Institute for Global Environmental Strategies“, und so weiter und so fort.  Gemäß seinen Wurzeln als Eisenbahningenieur ist er sogar politischer Berater der SNCF, der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft. Dazu kommen eine Reihe einflussreicher Positionen in Indien.

Wieviel der umtriebige Pachauri an seinen kommerziellen Aktivitäten verdient, bliebt im Dunkeln. Obwohl die jährlichen Vergütungen in die Millionen gehen müssen, macht keine einzige der Körperschaften seine Vergütungen öffentlich, auch nicht die Vereinten Nationen selbst.

Sicher ist, dass UNO und EU Pachauris Dienste schätzen: Neun der von TERI abgewickelten Verträge wurden von den UN finanziert; die EU hat TERI bisher in 12 Projekten dabei beraten, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen, die vom IPCC vorhergesagt worden sind.

Der Chef des IPCC verwendet sein Amt also dazu, im Namen der ganzen Welt vor den dramatischen Folgen des Klimawandels zu warnen, und steht gleichzeitig mehr als zwanzig Firmen und Institutionen vor, die von genau diesen Warnungen profitieren. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Das alles sagt natürlich nichts darüber aus, ob der Klimawandel vom Menschen verursacht wird oder nicht, aber die Frage nach dem „cui bono“ ist um eine Antwort reicher.

Unabhängig davon ist der anthropogene Klimawandel das genialste Geschäftsmodell, das jemals entwickelt worden ist. Es vereint den Ablasshandel mit dem Traum der Alchimisten: Kauf dich von deinen Sünden frei, ohne in diesem Leben auf Erlösung zu hoffen. Und zahl mit Gold, dein Wechselgeld ist nichts als Luft.

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Arm und Reich. Klimaschutzpolitik und ihr Preis.

Das Gezänk um Erwärmungsdaten und Untergangsszenarien lenkt von grundsätzlichen Fragen zur Klimaschutzpolitik ab. Ist es klug, zu 100% auf die Vermeidung des Klimawandels zu setzen oder sollte man besser für die Anpassung an dessen Folgen vorsorgen? Und wie wirkt sich diese Entscheidung heute auf unser aller Leben aus?

Seit Jahren wird die Öffentlichkeit auf einen radikalen Kurs zur CO2-Vermeidung eingeschworen. Dabei wäre es höchste Zeit, einmal kurz innezuhalten und ein paar grundsätzliche Themen zu diskutieren.

Wissen wir, wie die einzelnen Klimafaktoren das Klima prägen? Diese Frage ist leicht beantwortet: Wir haben keine Ahnung. Unter Klimaforschern herrscht weder Einigkeit über die historischen Daten noch über die Einflussgrößen der einzelnen Faktoren. Zum Beispiel spricht vieles dafür, dass Sonnenaktivität und Wolkenbildung einen wesentlich größeren Einfluss auf das Klima haben als CO2. Auf Basis des derzeit gesicherten Wissensstands ist eine Klimaprognose für die nächsten 100 Jahre ungefähr so viel wert wie die A-Ratings von Lehman Brothers drei Tage vorm Konkurs.

Selbst wenn wir deutlich mehr über das Klima wüssten, bliebe eine entscheidende Frage unbeantwortet: Wer bestimmt, „dass der Zustand des Weltklimas heute das optimale Klima ist, das beste Klima, das wir je haben können oder jemals gehabt haben, und wir nun sicherstellen müssen dass es sich niemals ändert? Und welchen Menschen kommt das Privileg zu, zu entscheiden, dass genau dieses Klima, wie wir es hier und heute haben, das beste Klima für alle anderen Menschen ist?“ (Michael Griffin, ehem. NASA Chef).

Sollen wir unsere Ressourcen auf die Vermeidung des CO2-Ausstoßes konzentrieren? Wir gehen davon aus, dass CO2 erstens die globale Erwärmung verursacht und wir zweitens durch dessen Reduktion diese Erwärmung verhindern oder zumindest abschwächen können. Diese Strategie ist extrem riskant: Erweist sich nur eine der beiden Prämissen als falsch, haben wir hunderte Milliarden Euro umsonst ausgegeben – im schlimmsten Fall haben wir dann nicht mehr die Mittel, um allfällige Folgen des Klimawandels zu bekämpfen.

Selbst wenn wir unterstellen, dass es zu einer massiven Erderwärmung kommt, wäre es sinnvoller, sich rechtzeitig für die Folgen des Klimawandels zu rüsten, als alles auf die Karte zu setzen, diesen Wandel verhindern zu können. Jede Veränderung kennt Gewinner und Verlierer. Ein global gespeister Klimafonds könnte den Verlierern dabei helfen, die tatsächlichen Folgen der Erderwärmung zu bewältigen.

Anpassung ist Erfolg versprechender als Vermeidung um jeden Preis. Die Vorstellung, dass man das zukünftige Klima per Gesetz auf’s Grad genau regeln könne, entspringt nur der absurden Selbstüberschätzung einer anmaßenden Bürokratie. Da annektiert Gaddafi eher noch die Schweiz, als dass das wirklich funktionieren würde. In einem komplexen chaotischen System kann niemand die Auswirkungen einer Handlung zu Gänze absehen. So führte zum Beispiel die politisch motivierte Forcierung von Bio-Treibstoffen dazu, dass Regenwald abgefackelt wurde um Ölpalmen anzubauen und die weltweite Nachfrage nach Getreide stieg. Mit der Folge, dass sich der CO2 Ausstoß erhöhte und sich die Mexikaner ihre Tortillas nicht mehr leisten konnten. In den USA werden rund 140 Millionen Tonnen Mais angebaut, um daraus Bioethanol zu gewinnen. Für einen Liter Ethanol braucht man 4560 Liter Wasser. Ohne Klimaschutzhysterie wäre dieser Öko-Wahnsinn kaum vorstellbar.

Was uns zur wichtigsten Frage führt: Welche Auswirkungen hat der gegenwärtige Klimaschutzkurs im nationalen und im globalen Maßstab?

Fast alle Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes funktionieren über Subventionen und Steuern, die eines gemeinsam haben: Sie treffen Arme überproportional stärker als Reiche. Können Wohlhabende immer noch Economy statt Business fliegen, bleibt den Einkommensschwachen nur der Verzicht auf Flugreisen. Höhere Treibstoffkosten bedeuten höhere Fracht- und Vertriebskosten und verteuern damit die Güter des täglichen Bedarfs.

Dirigistische Markteingriffe wie das EEG verteuern die Energiekosten jedes einzelnen auf Jahrzehnte hinaus. Noch dazu wird der technologische Fortschritt dadurch nicht gefördert sondern behindert: Indem man unrentable Stromerzeugung durch künstlich hoch gehaltene Abnahmepreise rentabel macht, befreit man die betreibenden Unternehmen von der Notwendigkeit, effizientere Technologien zu entwickeln.

International gibt es nur zwei Möglichkeiten, wenn man den CO2 Ausstoß drastisch reduzieren will: Entweder wir verhindern den wirtschaftlichen Aufholprozess der Schwellenländer mit dem Argument des Klimaschutzes oder wir treiben die De-Industrialisierung des Westens voran. Ersteres wäre an Zynismus kaum zu überbieten, die Alternative der einheimischen Bevölkerung nicht zumutbar.

Die Zielkonflikte zwischen armen und reichen Ländern manifestieren sich auch am Klimaschutz. Dem Klima ist nicht geholfen, wenn Stahlwerke aufgrund unterschiedlicher Emissionsgrenzwerte statt in der EU in der Ukraine errichtet werden. Der Ukraine schon.

Fernab von schmelzenden Polkappen und ertrinkenden Eisbären gibt es außerdem noch jede Menge reale Probleme, denen wir uns hier und jetzt zu stellen haben. Die absolute Priorität, die man dem Klimaschutz einräumt, ist in gewisser Weise zynisch. Mit einem Bruchteil der Kosten für Kyoto hätte man weltweit Unterernährung und Seuchen bekämpfen und Bildung und Gleichberechtigung fördern können. Darum hat es der Klimaschutz auch nicht auf die Agenda des Copenhagen Consensus geschafft. Zu teuer die Maßnahmen, viel zu unsicher das Ergebnis. Jeder Euro für den Klimaschutz ist zugleich ein Euro gegen so profane Dinge wie Impfprogramme, Zusatzstoffe in der Kindernahrung zur Vermeidung von Mangelerscheinungen, Erhöhung der Bildungschancen für Mädchen, Malariavorsorge oder Tuberkulosebehandlung.

Das ist kein Plädoyer für Energieverschwendung. Nichts spricht gegen bessere Wärmedämmung oder gegen Ressourcen schonende Produktionstechnologien. Aber alles spricht gegen aktionistische Symbolpolitik, die sich in einem modernen Ablasshandel auf persönlicher und nationaler Ebene erschöpft. Egal wie man es dreht und wendet: Die einseitige Ausrichtung der Klimapolitik auf den CO2 Ausstoß hat einen hohen Preis und geht hauptsächlich zu Lasten von ohnehin schon Unterprivilegierten.

Es geht nicht zuletzt um die unterschiedlichen Perspektiven von arm und reich. Die aktuelle Klimaschutzpolitik ist ein Projekt der wirtschaftlichen und sozialen Eliten, die von den ärmeren Schichten Verzicht einfordern, während sie sich selbst mit dem Erwerb von Klimazertifikaten von ihrem schlechten Gewissen freikaufen.

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P.S.: Einige wenige Politiker sehen das Problem sehr klar: Wolfgang Gerhardt fasst einen Aufsehen erregenden SPIEGEL-Essay von Björn Lomborg prägnant zusammen. Ist schon allein deshalb lesenswert, weil der Essay selbst leider nicht online zur Verfügung steht.

P.P.S.: Inzwischen ist der Essay von Björn Lomborg online zu lesen.


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Mythos Treibhauseffekt: Der Klima-Schwindel

Im Zuge des Klimagipfels von Kopenhagen überschlagen sich Medien und Politik mit düsteren Prophezeiungen über den drohenden Weltuntergang, wenn wir nicht sofort die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt stoppen. Was aber, wenn es diesen Treibhauseffekt gar nicht gibt?

Die gesamte Menge des anthropogenen, also vom Menschen verursachten, CO2 macht ungefähr 1-3% des gesamten freigesetzten CO2 auf dem Planeten aus, der Rest kommt aus der Natur. Dieses Volumen hat an der reinen Atmosphäre einen Anteil von 0,001 bis 0,002 Prozent. Kleine Menge, große Wirkung: Die Eisbären sterben aus, Küstenabschnitte und Länder verschwinden, Völker sind auf der Flucht, Millionen sterben an Hunger und Naturkatastrophen. Das ist unsere Zukunft, wenn es uns nicht gelingt, diesen winzigen Anteil in den nächsten Jahren drastisch zu reduzieren. Es geht um nichts weniger als ums Überleben der Menschheit.

So zumindest sehen es Medien und Politiker, die uns seit Jahren das Lied vom Klimawandel spielen. Angefeuert werden die Propheten des Untergangs von Klimawissenschaftern, die im globalen Wettlauf um Milliardenbudgets immer drastischere Schreckensszenarien an die Wand malen.

Was in der Öffentlichkeit als gesicherte Erkenntnis präsentiert wird, ist unter Experten höchst umstritten. Die Kernthese der als „Klimaleugner“ verunglimpften Wissenschafter lautet, dass Klimaschwankungen ganz natürlich und vor allem von Sonnenaktivität und Bewölkung abhängig seien.

In der Tat passen die Fakten so gar nicht ins Bild der drohenden Klimakatastrophe von Menschenhand. Im Laufe der Erdgeschichte haben sich kalte und warme Zeiten immer wieder abgewechselt, ohne dass ein ursächlicher Zusammenhang zum CO2 Gehalt in der Atmosphäre festgestellt werden könnte. Das CO2-Modell stimmt mit den realen Daten nicht überein. Diese legen vielmehr den Schluss nahe, der Anstieg von CO2 sei eine Folge wärmeren Klimas, nicht dessen Ursache. Der Mensch kommt als Auslöser der bisherigen Klimaschwankungen jedenfalls nicht in Betracht.

Obwohl damals kaum 400 Millionen Menschen die Erde bevölkerten, war es von 800 bis 1300 durchschnittlich 1,5 Grad wärmer als jetzt. Diese Zeit wird von Forschern ohne jede Ironie „mittelalterliches Klimaoptimum“ genannt. Im Rheinland wuchsen Feigen und Oliven, Grönland war über weite Strecken eisfrei, in England wurde erfolgreich Wein angebaut. Während der darauf folgenden Kaltzeit bis 1700 war es ungefähr ein Grad kälter als heute, die Folge waren Ernteausfälle und Hungersnöte. Zwischen 1500 und 1700 wurde es bei uns in vielen Sommern kaum wärmer als 15 Grad, Schneefall im August war keine Seltenheit. Der CO2 Gehalt änderte sich trotzdem kaum.

Außerdem kann keines der gängigen Klimamodelle erklären, warum es seit 10 Jahren nicht mehr wärmer wird, obwohl der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in dieser Dekade anstieg. Dahingegen wird immer deutlicher, dass Klimaforschung mehr mit Propaganda als mit Forschung zu tun hat. Im Zuge der ClimateGate Affäre kam ans Licht, wie ein weltweit führendes Klimainstitut, auf dessen Datenmaterial ein Großteil der einschlägigen Forschung beruht, Daten frisierte, abweichende Forschungsergebnisse unterdrückte und Wissenschafter mobbte. Dazu kommt, dass wesentliche Messdaten über die Temperaturentwicklung der letzten 150 Jahre von der Climatic Research Unit vernichtet worden sind und nicht mehr überprüft werden können. Direktor Phil Jones musste mittlerweile zurücktreten.

Die Theorie vom Treibhauseffekt war von Anfang an höchst umstritten. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit tobt seit Jahren ein heftiger Streit unter Physikern, Mathematikern und Meteorologen. Die gängige CO2-Erwärmungslehre beruht auf der Hypothese eines „natürlichen Treibhauseffekts“, auf den zusätzlich ein menschengemachter aufsetzen soll. Viele renommierte Naturwissenschafter halten diese Hypothese für blanken Unfug, weil sie elementaren physikalischen Gesetzen widerspricht.

In jahrelanger Arbeit hat Klaus Ermecke von KE Research die wissenschaftliche Kritik an der Theorie vom Treibhauseffekt zusammengefasst. Die entscheidende Frage ist für ihn:

„Erhöht ein Anstieg der CO2–Konzentration die Temperaturen auf der Erde oder nicht? Das ist allein eine Frage an die Physik und nicht an die Gesinnung. Gäbe es einen solchen Einfluss nicht, dann wären alle darauf basierenden Klima-Modellrechnungen falsch, die „Klimafolgen“ folglich Makulatur, und alle kostenträchtigen „Rettungspläne“ reiner Unsinn.“

Die Ergebnisse könnten eindeutiger nicht sein:

„Die Erde hat ein „Kühlsystem“ – es strahlt ständig Wärme ins Weltall ab. Jeder Anstieg der Erdtemperaturen erhöht automatisch diese Abstrahlung. Die Kühlleistung steigt. „Erderwärmung“ (allgemeiner Anstieg der Temperaturen) ist nur möglich, wenn die resultierende zusätzliche Kühlung durch eine erhöhte Heizleistung ausgeglichen wird. Um „Erderwärmung“ zu bewirken, müsste CO2 also die Zufuhr von Heizenergie zum Erdboden verstärken. Das aber kann es nicht. CO2 kann daher keine „Erderwärmung“ herbeiführen. IR-aktive Gase („Treibhausgase“) kühlen die Erde. Der „Natürliche Treibhauseffekt“ (also die Erwärmung) ist ein Mythos. Klimaschwankungen gab und gibt es, aber ihre Ursachen liegen nicht im CO2-Gehalt der Luft. Entscheidender Einflussfaktor neben der Sonne ist die schwankende Wolkenbedeckung.“

Die höchst lesenswerte Studie richtet sich in erster Linie an Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft. Ihr großes Verdienst ist es, die wissenschaftliche Kritik an der Treibhaustheorie für den Laien gut verständlich und kompakt darzustellen. Der Vorwurf, dass Ermecke selbst kein Naturwissenschafter sei, geht ins Leere. Ich habe einige der zitierten Wissenschafter um einen Kommentar zur Studie gebeten: Ermeckes Ausführungen wurden unisono bestätigt. Die in E-Mails und übermittelten Unterlagen getätigten Aussagen lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Einige Ausschnitte möchte ich in der Folge zitieren:

PD Dr. habil. Ralph Dlugi, Dipl.-Phys., Ludwig-Maximilians-Universität München: „Das alles stellt Herr Ermecke richtig dar. Bedeutsam ist ferner, dass die Forscher, die eine Klimadiagnostik betreiben, dies genauso sehen und publizieren. … Hier wird darauf verwiesen, dass das Aufheizen im Solarbereich in Zukunft das Klima verändert und dass dies im Gegensatz zu der bisherigen Darstellung des IPCC steht. Wir haben also einen beginnenden Meinungsumschwung auch bei „Leading Authors“ des IPCC.“

Prof. Dr. Gerhard Gerlich, Institut für Mathematische Physik, Technische Universität Braunschweig: „Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass die hier dargestellten Schwierigkeiten mit der Aussagekraft aller globalen Klimamodelle den so genannten „Klimawissenschaftlern“ bekannt sind. Als die „Klimawissenschaftler“ von den Politikern (IPCC) die Aufgabe übernahmen, mit Modellen die Klimaänderungen zu berechnen, die durch die Veränderung der Konzentration des Kohlendioxid verursacht wurden, haben diese Leute sehr bewusst gelogen und die Öffentlichkeit betrogen, da sie genau wussten, dass nie realitätsnahe numerische „Rechnungen“ möglich sind und sein werden. Deshalb werden die „Ergebnisse“ wie vom Delphischen Orakel verkündet, wodurch die modernen globalen „Klimawissenschaftler“ nur schwer von Astrologen zu unterscheiden sind. Die Grundlagen teurer politischer Maßnahmen sollten endlich wieder wirklich gemessene Größen sein und nicht vermutete oder aus schlechten Modellvorstellungen geschätzte und hochgerechnete Zahlen (Szenarien).“

Dr. Ralf Tscheuschner, Dipl.-Phys., Hamburg: „Klaus Ermeckes’s Papier ist korrekt. Unter Physikern und Meteorologen ist wohlbekannt, dass es einen Treibhauseffekt nicht gibt, selbst unter denen, die entsprechende Forschungsmittel beantragen. Es handelt sich also um einen professionellen Betrug.“

Prof. Dr. Gerhard Kramm, Dipl.-Phys., University of Alaska, Fairbanks, AK, USA: „Ich halte die Ermeckesche Arbeit für verdienstvoll und vom wissenschaftlichen Niveau zumindest für den angesprochenen Personenkreis recht brauchbar. … Zur Vereinbarkeit des sog. Treibhauseffekts mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik gibt es ja einen großen Streit. Alles was bisher gegen die Argumente von Gerlich und Tscheuschner angeführt wurde, hält keiner Prüfung stand.“ Und an anderer Stelle: „Festzuhalten ist, dass bis heute weder ein theoretischer noch ein empirischer Beleg für die Wahrheit der „anthropogenic global warming“-Hypothese existiert. Aber es existiert wohl keine andere naturwissenschaftliche Disziplin, in der physikalische Gesetzmäßigkeiten seit vielen Jahren mit Füßen getrampelt werden. Die Klimaforschung ist zur Hure der Politik verkommen. Auf dieses hingewiesen zu haben, hat sehr viel mit Verantwortung zu tun.“

Dr. William Gray, Emeritus Professor of Atmospheric Science at Colorado State University (CSU): „The recent ‘ClimateGate’ revelations coming out of the UK University of East Anglia are but the tip of a giant iceberg of a well organized international climate warming conspiracy that has been gathering momentum for the last 25 years. This conspiracy would become much more manifest if all the e-mails of the publically funded climate research groups of the US and of foreign governments were ever made public.“

Ob ClimateGate, die Ermecke-Studie oder die aufrüttelnde Anklage von Professor Gray: Der Verdacht erhärtet sich, dass es sich beim vom Menschen verursachten Klimawandel um den größten Wissenschaftsschwindel aller Zeiten handelt.

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern ist zweifellos sinnvoll, schon allein aus geostrategischen Gründen. Auch der Schutz der Umwelt steht zu Recht auf der Agenda jeder Partei. Die Erzeugung einer weltweiten Massenhysterie und die sorglose Verschwendung von Milliarden Steuergeldern rechtfertigen diese Anliegen jedoch nicht.

„Es gibt viele gute (und schlechte!) Gründe, noch sparsamere Kraftwerke, Heizungen und Motoren zu bauen. CO2 ist keiner davon.“, schreibt Klaus Ermecke. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass die globale Erwärmung selbst die Eisbären kalt lässt: die haben sich nämlich in den 40 warmen Jahren des vorigen Jahrhunderts gänzlich unbeeindruckt von 5.000 auf 25.000 vermehrt.

Weiterführende Dokumente und Links:

Klaus Ermecke, KE-Research: Rettung vor den Klimarettern (pdf)

Prof. Dr. Gerhard Gerlich: Der Betrug mit dem Globalklima: Widerlegung der atmosphärischen Kohlendioxid-Treibhauseffekte der Erde (pdf)

Gerhard Kramm, Ralph Dlugi, Michael Zelger: Comments on the „Proof of the atmospheric greenhouse effect“ by Arthur P. Smith (pdf)

Horst Malberg, Univ-Prof. a.D. für Meteorologie und Klimatologie, Freie Univ. Berlin: Die unruhige Sonne und der Klimawandel (pdf)

Dr. William Gray: Puncturing the Climate Balloon

Europäisches Institut für Klima und Energie: Climategate Update: Die „Wissenschaft“ der globalen Erwärmung: Diese zugespielten Dokumente enthüllen den größten wissenschaftlichen Skandal unserer Zeit – und eine Tragödie

Europäisches Institut für Klima und Energie: Zweite internationale Klimakonferenz Berlin: Wissenschaftler finden keinen Beleg für eine Klimakatastrophe, IPCC Modellprojektionen lassen sich in der Wirklichkeit nicht finden!

Christian Bartsch, FAZ: Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels

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Puncturing the Climate Balloon

The following commentary is from Atmospheric Scientist and Hurricane forecasting specialist Dr. William Gray. Gray is the renowned hurricane forecaster and Emeritus Professor of Atmospheric Science at Colorado State University (CSU).

Had I not devoted my entire career of over half-a-century to the study and forecasting of meteorological and climate events I would have likely been concerned over the possibility of humans causing serious global climate degradation.

There has been an unrelenting quarter century of one-sided indoctrination of the western world by the media and by various scientists and governments concerning a coming carbon dioxide (CO_2 ) induced global warming disaster. These warming scenarios have been orchestrated by a combination of environmentalists, vested interest scientists wanting larger federal grants and publicity, the media which profits from doomsday scenario reporting, governmental bureaucrats who want more power over our lives, and socialists who want to level-out global living standards. These many alarmist groups appear to have little concern over whether their global warming prognostications are accurate, however. And they most certainly are not. The alarmists believe they will be able to scare enough of our citizens into believing their propaganda that the public will be willing to follow their advice on future energy usage and agree to a lowering of their standard of living in the name of climate salvation.

Rising levels of CO_2 are not near the threat these alarmists have portrayed them to be. There has yet to be a honest and broad scientific debate on the basic science of CO_2 ’s influence on global temperature. The global climate models predicting large amounts of global warming for a doubling of CO_2 are badly flawed. They should never have been used to establish government climate policy.

The last century’s global warming of about 1 degree F is not a consequence of human activities. This warming is primarily the result of a multi-century changes in the globe’s deep ocean circulation. These ocean current changes have lead to a small and gradual increase in the globe’s temperature. We are coming out of the Little Ice Age and into a generally warmer climate state. This is akin to the warmer global climate of the Medieval Period. We can do nothing but adapt to such long period natural temperature changes.

The recent ‚ClimateGate‘ revelations coming out of the UK University of East Anglia are but the tip of a giant iceberg of a well organized international climate warming conspiracy that has been gathering momentum for the last 25 years. This conspiracy would become much more manifest if all the e-mails of the publically funded climate research groups of the US and of foreign governments were ever made public.

The disastrous economic consequences of restricting CO_2 emissions from the present by as much as 20 percent by 2020 and 80 percent by 2050 (as being proposed in Copenhagen) have yet to be digested by the general public. Such CO_2 output decreases would cause very large increases in our energy costs, a lowering of our standard of living, and do nothing of significance to improve our climate.

The Cap-and-Trade bill presently before Congress, the likely climate agreements coming out of the Copenhagen Conference, and the EPA’s just announced decision to treat CO_2 as a pollutant represents a grave threat to the industrial world’s continued economic development. We should not allow these proposals to restrict our economic growth. Any United Nations climate bill our country might sign would act as an infringement on our country’s sovereignty.

Bill Gray, December 8, 2009


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Klimaforscher im Zwielicht

Die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung ist schwer erschüttert. Daten wurden manipuliert, Ergebnisse verfälscht. Die Anhänger der Ideologie einer vom Menschen gemachten Klimakatastrophe bleiben bis auf weiteres davon unbeeindruckt.

Was heißt, die Menschen würden heute an nichts mehr glauben? Zugegeben, die Kirchen sind nicht mehr ganz so voll wie in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zumindest nicht die christlichen, dafür treten sich die Leute in den Praxen der Homöopathen und Wünschelrutengänger auf die Zehen. Globoli machen wenn schon nicht gesund wenigstens glücklich, und wenn es ganz schlimm kommt, nimmt man Notfalltropfen aus dem Bach-Blüten Regal.

Die mit Abstand größte und populärste aller modernen Religionen ist jene des vom Menschen verursachten Klimawandels. Ihre Anhänger greifen nach der Weltherrschaft und können dabei auf breite Unterstützung zählen. Kein Wunder, die Welt zu retten ist ein ideales Betätigungsfeld für die Politik: man kann den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen und darf sich gleichzeitig im Beifall der Gläubigen sonnen. Das Beste dabei: man muss seine Versprechen erst in hundert Jahren einlösen. Das ist zwar nicht ganz so genial, wie die Erfüllung gleich ins Jenseits zu verschieben, aber immer noch deutlich länger als jede Legislaturperiode. CO2-Zertifikate sind der Ablasshandel des 21. Jahrhunderts, die „Klimaleugner“ sind die Ketzer von heute, ein Haufen „verantwortungsloser Krimineller“.

Dass wir in immer kürzeren Abständen mit immer dramatischeren Prophezeiungen konfrontiert werden, ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines gnadenlosen Wettlaufs um Milliardenbudgets für die Klimaforschung. Nur wer immer noch düsterere Untergangsszenarien entwirft, dem winken Geld und mediale Aufmerksamkeit: „Der Mensch stirbt aus, falls die beinahe utopischen Klimaziele nicht erreicht werden“, tönte es vergangene Woche von der Titelseite des österreichischen Nachrichtenmagazins profil, dessen Herausgeber seinen Leitartikel mit der Frage „Töten wir unsere Enkel?“ titelte. Enkelmord und Weltuntergang, mit weniger geben sich die Klimawandelgläubigen nicht mehr zufrieden.

In der Umweltforschung verschwammen schon immer die Grenzen zwischen Wissenschaft und Aktivismus. Klimaforschung besteht zum großen Teil aus Modellrechnungen. Aufgrund verschiedener Parameter aus Vergangenheit und Gegenwart werden mit Hilfe von Computersimulationen zukünftige Klimaszenarien errechnet. Abhängig davon, an welcher Schraube man dreht, verändert sich das Ergebnis, und Schrauben gibt es unzählige. Ob das Rechenmodell stimmt, zeigt nur der Vergleich mit der Wirklichkeit, auf den man mindestens noch 100 Jahre warten muss. Da ist im globalen Wettstreit um Geld und Öffentlichkeit die Versuchung groß, solange zu schrauben, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Dass selbst renommierte Forscher nicht gerade zimperlich dabei sind, Daten solange zurechtzubiegen, bis sie in ihre politische Agenda passen, kann man jetzt in hunderten E-Mails nachlesen, die Hacker kürzlich von den Servern der „Climatic Research Unit“ der University of East Anglia in Norwich geklaut haben. Die CRU ist eines der weltweit führenden Klimaforschungsinstitute, dessen Daten auch vom IPCC verwendet werden.

Das aufgetauchte Material erschüttert die Glaubwürdigkeit der Klimaforscher bis ins Mark. Von einem Watergate der Klimaforschung spricht Dirk Maxeiner: „Sind die Mails echt, dann liegen folgende Tatbestände vor: Geheime Absprachen um Daten zu manipulieren, so dass der gewünschte Erwärmungstrend vorherrscht; Unterdrückung von gegenläufigen Erkenntnissen; Geheime Absprachen um Kritiker der gegenwärtigen Klimaforschung aus dem wissenschaftlichen Prozess und dem Peer-Review-Prozess auszuschließen; Verschleiern der mittelalterlichen Warmzeit (damit die heutige Zeit als besonders warme Periode erscheint); Klammheimliche Freude über den Tod des bekannten australischen Kritikers John Daly; Weiter geht aus den Mails hervor, dass die betreffenden Forscher einen Teil ihrer Erkenntnisse intern durchaus anzweifeln, dies aber gegenüber der Öffentlichkeit verschleiern.“ Inzwischen hat das Institut die Echtheit der Mails bestätigt.

Bis jetzt hatten sämtliche prophezeiten Öko-Katastrophen von der neuen Eiszeit bis zum Waldsterben eines gemeinsam: sie sind nicht eingetroffen. Die Erderwärmung findet seit zehn Jahren nicht mehr statt. Daten wurden manipuliert, Forschungsergebnisse verfälscht. Gründe genug, an den Untergangsszenarien zu zweifeln? Nicht, wenn es um die Verteidigung des wahren Glaubens geht. Den parareligiösen Absolutismus der Klimaalarmisten kritisiert auch der Ökonom Dr. Hans Labohm:

„Die Politik hat sich hier in den vergangenen 15 Jahren sehr stark engagiert. Ein Eingeständnis, man habe hier ohne wissenschaftliche Basis agiert und enorme Kosten bei minimalem Nutzen verursacht, käme einem politischen Desaster gleich … Die globale Erwärmung ist die Mutter aller Umweltängste. Sie ist geradezu Bestandteil einer weltlichen Religion geworden, die für wissenschaftliche Argumente gänzlich unempfänglich ist.

Der frühere britische Schatzmeister, Lord Nigel Lawson, formulierte das kürzlich in der britischen Zeitschrift Spectator so: „Es muss gesagt werden, dass dieser [skeptische Standpunkt] keine leicht zu vermittelnde Botschaft ist. Nicht zuletzt, weil der Klimawandel oft als Glaubenssache und nicht als eine Frage der Vernunft diskutiert wird. Es ist, wie ich vermute, kein Zufall, dass der Klimawandelabsolutismus gerade in Europa auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist. Denn es ist Europa, wo heute die am meisten säkularisierte Gesellschaft lebt und die traditionellen Religionen den geringsten Rückhalt haben. Dennoch fühlen die Menschen immer noch das Bedürfnis nach Trost und höheren Werten, mit denen uns die Religion einst versorgte. Und so ist die Klimadebatte das beste Beispiel für die Quasi-Religion des ‚grünen Alarmismus‘ sowie der ‚globalen Heilsverheißung‘. Sie hat, gemeinsam mit anderen, dieses Vakuum gefüllt. Ihre Mantras infrage zu stellen, wird als Blasphemie betrachtet. Doch solches kann keine Basis für rationale politische Entscheidungen sein.“

Weltweit werden Milliarden an Steuergeldern für Klimaschutzprogramme ausgegeben und wird den Bürgern eine Fülle kleiner und größerer Einschränkungen mit dem Argument des Klimaschutzes abverlangt. Dieses Argument beruht nicht nur auf zweifelhaften wissenschaftlichen Grundlagen sondern ist auch Ausdruck menschlicher Hybris. Der damalige NASA Chef Michael Griffin ist dieser anmaßenden Selbstüberschätzung schon vor zwei Jahren überzeugend entgegengetreten: „Ich glaube nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, sicherzustellen, dass sich das Klima nicht verändert, wie die Geschichte über Millionen von Jahren gezeigt hat. Und zweitens würde ich fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg zukommt, zu entscheiden, dass genau dieses Klima, wie wir es hier und heute haben, das beste Klima für alle anderen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Haltung.“

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Ein Kommentar

Wider die Klimahysterie

Die Ideologie einer „vom Menschen gemachten Klimakatastrophe“ wurde in den achtziger Jahren geboren, als englische Wissenschaftler bei der damals regierenden Margaret Thatcher vorstellig wurden, um Geld für den Betrieb ihrer teuren Computermodelle zu erbitten. Sie versprachen ein schlüssiges Klimamodell zu erarbeiten und damit die englische Wissenschaft wieder an die Weltspitze zu führen. Als Grundlage für ihr Klimamodell nahmen sie den seit 1954 registrierten Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und behaupteten, dieser Anstieg wäre auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen und würde die Menschheit in namenloses Elend stürzen. Es ist auch nicht ein einziger Ansatz zu erkennen, dass die Mitglieder dieser Gruppe die Klimaänderungen der vergangenen Jahrtausende angesehen, geschweige denn nach einem Verständnis gesucht hätten.

Im Jahr 1990 stellte das 1988 gegründete IPCC seinen ersten Weltklimabericht vor, der in einhundert Jahren eine Katastrophe prophezeite. Zwar musste das IPCC seine Aussagen in den Folgejahren abmildern, doch hatte das IPCC inzwischen übernationale Macht erlangt, die es auszubauen galt. Das Geld spielte keine Rolle mehr, seit man sich auf die politische Bühne begeben hatte und eine immer größere Zahl von „Wissenschaftlern“ dem IPCC zuarbeiteten. Nochmals und in aller Deutlichkeit: Das IPCC ist entgegen den Statuten eine politische Organisation und keine naturwissenschaftliche. (pdf)

Christian Bartsch, FAZ